Ratgeber: Die wichtigsten Black Friday Angebote im Überblick!

Die neue Grafikkarten von GeForce und AMD im Vergleich - einfach erklärt!

Dennis Borchers

Die neue Grafikkarten von GeForce und AMD im Vergleich - einfach erklärt!

Videobearbeitung, Grafikdesign und Spielwelten neu erleben - „Die alte Möhre bringt es nicht mehr!“

Gestern im neuen Werbevideo ein paar Infos zu den Voraussetzungen für das neue PC-Spiel, die neue CAD-Software oder dem Video-bzw. Bildbearbeitungstool gesehen und mal die eigenen PC-Spezifikationen gegengecheckt. Hm, die Grafikkarte 6 Jahre alt, die Leistung reicht nicht einmalmehr für die Minimalanforderungen der gewünschten Software.

Was bleibt einem anderes übrig als darauf zu verzichten oder aufzurüsten. Im ersten Moment wieder eine Herausforderung, der man sich ohne wirklich technischem Wissen ungerne stellen möchte. Diese Herausforderung führt beim Laptop meist zum Neukauf, da hier der Austausch einzelner Komponenten meist nicht möglich ist. Jedoch ist dies beim Standrechner bzw. Desktop-PC eher möglich und mit dem ein oder anderen Tipp, können auch Laien ihre eigenen Fingerfertigkeiten nutzen.

Bevor wir aber nun auf das „Basteln und Schrauben“ eingehen, für das ich immer gerne Video-Tutorials ans Herz lege, gibt es natürlich noch viele andere Fragen und Probleme, mit denen man sich im Vorwege konfrontiert sieht.

  • Was muss ich alles wissen, bevor ich mir eine neue Grafikkarte anschaffe?
  • Auf was muss ich beim Kauf der Grafikkarte achten?
  • Welche Marke und welchen Hersteller sollte ich wählen?
  • Zu wann sollte ich die Grafikkarte kaufen, um möglichst viel Geld zu sparen?
  • Kann ich eine neue Grafikkarte, ohne andere Teile auszutauschen, in mein bestehendes System einbauen?

All diese Fragen werden in den kommenden Kapiteln aufgegriffen und einfach verständlich für dich aufbereitet und erklärt.

Der richtige Moment zum Kaufen - Altes wird günstiger, Neues kommt.

Am günstigsten kommst du in der Regel dann weg, wenn du entweder auf bekannte und beliebte Sparaktionen und Sparevents, wie z. B. dem anstehenden Black Friday am 28. November oder auf die Erscheinung neuer Grafikkarten wartest. Gerade am Black Friday versuchen sich die meisten Hersteller und Anbieter gegenseitig auf dem Markt durch extreme Rabattaktionen zu unterbieten und ihre gelagerten Waren an den „Mann“ zu bringen.

Schnäppchen von 30 - 70% Rabatt sind hier keine Seltenheit. Und dabei werden nicht nur Fernseher oder Kleingeräte rabattiert, sondern auch Laptops, PCs, Tablets, Smartphones aber auch PC-Hardware. Hierfür bekommst du im Speziellen bei Amazon, Alternate und unserem neuen Partner Mindfactory, unfassbar gute Preise für hervorragende Produkte und Hardware.

Die angesprochenen Neuerscheinungen, sogenannte „Releases“, sorgen jedoch auch in der Regel für einen „Crash“ der Preise für bisherige Top-Produkte. Dies gilt für Smartphones ebenso wie für Grafikkarten und andere Produkte, die in einem regelmäßigen Abstand von 2 Jahren in einer neuen, besseren Version erscheinen.

Im Bereich der Grafikkarten liefern sich z. B. AMD und Nvidia einen harten Kampf um die Marktführung, was dem Konsumenten gerade in diesem Jahr zu Gute kommt. Nvidia haben die Corona-Krise und sinkende Verkaufszahlen aufgrund hoher Preise und der steigenden Qualität der Konkurrenzprodukte von AMD stark unter Druck gesetzt.

Daher sind die neuen Grafikkarten in diesem Jahr deutlich günstiger als die Neuerscheinungen der letzten Jahre. Dies sorgt im Endeffekt dafür, dass ältere Grafikkarten, wie z. B. die GTX 2080 von GeForce, im Preis eingebrochen sind. Von 1000 - 1200 € auf aktuell ca. 652 € in weniger als 4 Monaten.

Den größten Preissturz konnte man verzeichnen, als Nvidia seine neue Grafikkartengeneration vorgestellt hat.

Bedeutet also in der Zusammenfassung: Kaufe dann, wenn etwas Neues etwas Alte ersetzen soll. Kaufe auch gerne die Vorgängerversion!

Und warum?

Ganz einfach: Alt ist nicht immer schlecht. Gerade im Bereich von Grafikkarten wirst du selbst in aktuellen Spieletiteln - solltest du kein „High-End System“, also ein System, welches ausschließlich aus der neusten und besten Hardware besteht besitzen - kaum einen Unterschied merken.

Greif also während einer Sparaktion oder einem Sparevent zu, oder kauf dir das vorherige, etwas ältere Produkt, sobald das Neue angekündigt worden ist.

Welche Grafikkarte? GeForce oder AMD?

Im Prinzip gibt es zwei Faktoren, die immer wieder bei beiden Herstellern relevant werden.

Auf der einen Seite bekommst du bei Nvidia immer das „Apple“ Produkt unter den Hardwarekomponenten, bei AMD Radeon hingegen bekommst du die Leistung von Samsung im Kompaktformat. Nvidia verfolgte schon immer das Ziel hochwertige GPUs (graphics processing unit), also den Prozessor der Grafikkarten, auf den Markt zu bringen. Klasse statt Masse lautet hier die Divise. Bedeutet im Klartext: Im Bereich visueller Darstellung und Detailechtheit wird sehr viel Wert auf Software, Treiber und Hardware gelegt, die mit der Grafikkarte arbeiten.

Das Ganze möchte ich dir gerne mal anhand von „Raytracing“, einer neuen Technologie, die im Fokus von Nvidia steht, erläutern.

Kurz vorab: Durch Raytracing kann im Spiel indirektes Licht, das über Ecken und Kanten reflektiert wird, halb-durchsichtige/transparente Objekte, durch die Licht scheint, sowie realistische Schatteneffekte dargestellt werden. Die komplette Spielwelt wirkt dadurch also viel realistischer.

Nvidia verbaut daher in seiner neuen Grafikkarte einen Chipsatz, der genau diese Technologie unterstützt. Jedoch spart Nvidia hierfür an GDDR Speicher ein. Mit 10 GB hat die neue RTX 3080 6 GB weniger, als die neue RX 6800 von AMD. AMD legt mit der neuen Grafikkarten-Generation weniger Wert auf besseres Licht, sondern auf die Gesamtgrafik des Spiels. Mit mehr Speicher schafft man mehr Raum für eine optisch ansehnlichere Welt.

Für Video- und Bildbearbeitung bedeutet dies jedoch keinen allzu großen Unterschied.

Hier werden sogenannte „Shader“ relevant. Shader sind kleine Recheneinheiten, die z. B. Lava, Schattierungen und Special-Effects in Videos simulieren. Je höher hier die Anzahl, desto schneller und flüssiger werden Simulationen durchgeführt. Du sparst also etwas Zeit beim Rendering-Prozess eines Videos und erreichst eine höhere Pixeldichte, solltest du selbst mal den ein oder anderen Special-Effect in eines deiner Videos einbauen wollen.

Für CAD arbeiten wirst du jedoch, auch in Bezug auf alle anderen, nicht genannten Spezifikationen kaum einen Unterschied feststellen. Die Kantenglättung läuft bei beiden Herstellern nahezu identisch, unabhängig davon, welche Serie und wie stark die Grafikkarte an sich ist.

Den größten Unterschied findest du jedoch im Preis der einzelnen Grafikkarten.

GeForce RTX 3070: bereits erhältlich, Preis ab 599 Euro (regulär)

GeForce RTX 3080: bereits erhältlich, Preis zwischen 830 und 999 Euro.

GeForce RTX 3090: bereits erhältlich, Preis ab 1500 Euro.

Radeon RX 6700 (XT): Erhältlich ab Januar 2021, Preis ab 400 Dollar (wahrscheinlich 350 - 400 Euro)

Radeon RX 6800: bereits erhältlich, Preis 579 Dollar (499 – 550 Euro)

Radeon RX 6800 XT: bereits erhältlich. Preis 649 Dollar (550 – 650 Euro)

Radeon RX 6900 XT: Erhältlich ab dem 08.12.2020: Preis 999 Dollar (wahrscheinlich 999 Euro).

Dabei sind z. B. die Leistungen der Radeon RX 6800 XT und die der GeForce RTX 3080 im Benchmark, einem ausführlichen Hardwaretest in allen Bereichen, fast identisch. Die GeForce RTX 3080 war mit 8900-9000 knapp vor der RX 6800 XT mit 8500 Gesamtpunkte.

Und welchen Hersteller sollte ich wählen? Gigabyte, MSI, Asus?

Im Prinzip ist das eine Frage, die sehr ins Detail gehen würde. Jeder Hersteller geht anders mit der zur Verfügung gestellten AMD oder GeForce Technologie um. Gigabyte z. B. könnte weniger RAM-Speicher verbauen, dafür jedoch die Taktfrequenz erhöhen, hingegen Asus die Shader-Anzahl erhöht und hierfür auf eine bessere Taktfrequenz verzichtet usw..

Eines steht jedoch fest: Der Grundchip bzw. die Grundtechnologie bleibt immer gleich. Ich persönlich habe bereits von den unterschiedlichsten Herstellern meine Hardware bezogen und verbaut. Selbst als Spezialist in diesem Bereich wirst du kaum einen Unterschied merken. Viele Zahlen existieren nur auf dem Papier und werden nur dann relevant, wenn du dein System bis zum "Anschlag" auslastest. Und das passiert selbst bei mir gefühlt nie.

Ob Gigabyte, Zotac oder Asus, ich entscheide rein aus dem Bauchgefühl heraus und danach, welche die günstigste der angebotenen Grafikkarten ist. Bisher hatte ich noch nie ein defektes Teil oder ein immenses Performance Problem.

Die neue Grafikkarte gesucht und gefunden - Auf was musst du noch achten?

Gerade neue Grafikkarten bzw. Grafikkarten ab dem Baujahr 2018 verwenden oftmals einen PCI-Express (PCIe) x16 Slot mit unterschiedlichsten Versionen (z. B. Version 4.0). Ob du solch einen Slot auch auf deinem Mainboard findest, lässt sich aus der Ferne schlecht feststellen. Hierfür schlage ich vor, dass du mal in das Datenblatt schaust oder eine Seriennummer auf deinem Mainboard suchst, welche du in Verbindung mit einer Suchmaschine deiner Wahl (Google etc.) verwenden kannst, um herauszufinden, welche Steckplätze sich auf deinem Mainboard befinden.

Auch ist die Watt Zahl deines Netzteils mittlerweile ein entscheidender Faktor geworden. Früher reichten oftmals 350-400 Watt Netzteile aus, um alle Komponenten mit Strom zu versorgen. Die GTX 3070, 3080, 3090 und die neuen AMD Radeon 6700, 6800 und 6900 (RX) benötigen zwischen 300-350 Watt (nur für sich allein).

Demnach solltest du hier dringend auf ein leistungsstärkeres, besseres Netzteil aufrüsten. Ich empfehle gerne Netzteile im Bereich von 750 bis 850 Watt, um auch Stromschwankungen oder Stromspitzen verpuffen zu lassen. Lieber 1-2 Watt mehr, als ein System, welches sich bei einer höheren Temperatur oder einer höheren Belastung einfach ausschaltet.

Auch benötigst du an deinem Netzteil diverse Stromanschlüsse, die nicht jedes Netzteil mehr zur Verfügung stellt.

Für die GTX 3080 wirst Du z. B. zwei 8-Pin (6+2) Stromanschlüsse benötigen.

Ansonsten gibt es immer wieder Berichte darüber, das alte Prozessoren oftmals mit der Power der Grafikkarte nicht einhergehen und inkompatibel sind. Bei neueren Prozessoren wirst du dieses Problem i. d. R. nicht haben. Bei alten Athlon oder Pentium Prozessoren solltest du vielleicht überdenken, ob es nicht an der Zeit ist, sein Gesamtsystem etwas aufzustocken.

Als kleiner Exkurs zum Thema Prozessoren: AMD Prozessoren z. B. arbeiten deutlich besser mit AMD Grafikkarten zusammen, da die einzelnen "Bussysteme", also die physikalischen Verbindungen beider Komponenten sowie die verarbeitenden Treiber aufeinander abgestimmt worden sind. Natürlich kann AMD auch mit Intel Chipsätzen umgehen und umgekehrt, jedoch werden diese nicht so gut harmonisieren, wie Chipsätze eines einzelnen Herstellers.

Den PC richtig konfigurieren - Der Trend zum Selbermachen, nicht nur im Handwerk

Wie eingangs bereits erwähnt ist der Einbau neuer Grafikkarten gar nicht so einfach, wie man es im ersten Moment denken könnte.

Einfach in das Mainboard stecken und den PC starten ging vielleicht früher mal, ist allerdings heutzutage auch aufgrund der Stromversorgung nicht mehr so einfach möglich. Einige Grafikkarten benötigen, wie bereits im letzten Kapitel erläutert, einen extra Stromanschluss und einen Anschluss an das Mainboard, um z. B. die Lüfter oder LEDs manuell konfigurieren zu können.

Solltest du wirklich gar keine Ahnung vom Einbau oder von Hardware haben, ist dies jedoch nicht weiter schlimm. Bei YouTube findest du i. d. R. zu allen Grafikkarten ein Tutorial, welches dir zeigt, was du beim Einbau des Wunschobjektes bedenken und beachten solltest.

Auch wir werden in Zukunft versuchen eigene Videos zur Verfügung zu stellen, damit wir dir hier ein wenig unter die Arme greifen können!

Um das Kapitel Grafikkarten abzuschließen kann ich dir folgenden Tipp mit auf den Weg geben:

Möchtest du z. B. alle Hardwarekomponenten exzellent aufeinander abgestimmt haben, egal, wie alt deine Hardwarekomponenten sind oder wie neu deine Grafikkarte ist, dann schau doch mal beim Geräte-Konfigurator von Alternate vorbei.

Alternate bietet mit dieser Hilfestellung eine sehr einfache Methode an, um bestehende PCs oder Wunschprodukte perfekt mit anderen Neuerungen zusammenzufügen. Solltest du bereits ein Mainboard im PC haben, kannst du dieses dort auswählen und das System schlägt dir passende Komponente wie z. B. Grafikkarte, Prozessor etc. vor.

Auch bietet Alternate den Service des Zusammenbaus an, welcher jedoch mit rund 100€ nicht gerade billig ist.

Solltest du dich selbst mal daran versuchen wollen, guck dir, wie bereits erwähnt, einfach mal ein paar Videos an. Dann lernst du nicht nur etwas, sondern sparst auch noch ordentlich Geld!

Hinweis: Selbst konfigurierte Systeme sind oftmals deutlich preiswerter als bereits vorgefertigte, vor-konfigurierte Systeme. Ein komplett PC, der z. B. 1199 € kostet, kann über den Konfigurator so zusammengestellt werden, dass dieser selbst mit der Vorinstallation und Konfiguration immer noch 100-200€ günstiger ist.

Selberbauen lohnt sich!

Das Wichtigste in der Zusammenfassung

- Kaufe stets zu einem Sparevent oder zum Release neuer Produkte ein - Selbermachen statt fertige System kaufen kann sich lohnen - GeForce und AMD nehmen sich nicht mehr viel im Leistungsunterschied, sind aber preislich deutlich zu unterscheiden - Achte auf die Spezifikationen deiner alten Komponente, bevor du eine neue Grafikkarte kaufst