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Das Mainboard - Die Zentrale des PCs

Gastbeitrag von Mindfactory

Das Mainboard - Die Zentrale des PCs

Werbung - Wer sich einen neuen Computer zusammenstellen oder seinen alten PC aufrüsten möchte, macht sich meist seine Gedanken. Im Fokus stehen dabei größerer Arbeitsspeicher, ein schnellerer Prozessor, eine leistungsstärkere Grafikkarte oder eine zusätzliche Festplatte bzw. SSD. Das Mainboard ist hier maximal Mittel zum Zweck. Dabei ist es die Zentrale, in der alle Fäden zusammenlaufen. Gleichzeitig wirkt sich die Kaufentscheidung deutlich auf die Erweiterbarkeit, die Leistung und die Lebenszeit aus. Also, worauf solltest du beim Mainboard achten?

Formfaktoren von groß bis winzig

Die erste Entscheidung betrifft den Formfaktor bzw. die Größe des Mainboards. Bei Heimcomputern verbreitet sind im Grunde drei Standards. Allem voran steht der ATX-Standard mit 304,8 mm x 243,84 mm. ATX-Mainboards sind die größten Standard-Mainboards am Markt und bieten durch den vorhandenen Platz genügend Raum für viel Anschlüsse und Kühlkörper. Damit punkten sie mit optimaler Erweiterbarkeit und sind tendenziell ideal für Nutzer, die mehr Wert auf Leistung als auf einen kleinen PC legen.

Deutlich kompakter sind Micro-ATX Mainboards. Mit Abmessungen von 243,84 mm x 243,84 mm sind sie sozusagen quadratisch, praktisch, gut und passen auch in mittlere bis kleine Gehäuse. Damit sind sie die ideale Wahl für Rechner, die nicht auftragen sollen. Sie bieten vernünftige Erweiterungsoptionen und sind damit sowohl für Office- und Multi-Media-Rechner als auch für Gaming-Computer geeignet: Ausnahme sind Highend-Gaming-Systeme.

Der dritte Formfaktor im Bunde ist der Mini-ITX-Standard mit einem Format von 170 mm x 170 mm. Diese Mainboards sind ideal für kleinste Gehäuse. Damit bieten sie sich für Office-Rechner, Home-Theater-PCs oder Computer an, die mit einem Vesa-Mount hinter dem Bildschirm montiert werden sollen. Durch die geringe Erweiterbarkeit eignen sie sich jedoch lediglich für Einsteiger-Gaming-PCs.

Der CPU-Sockel ist die Basis

Der Prozessor ist das Herz des Computers. Einfach irgendeinen Prozessor einbauen, das geht nicht. Welche Prozessoren kompatibel sind bestimmt der sogenannte Mainboard-Sockel bzw. Prozessorsockel. Für den Neubau eines Computers empfehlen wir dir aus Gründen der Zukunftstauglichkeit immer, zu den aktuellen Sockeln der Hersteller Intel bzw. AMD zu greifen. Welcher Sockel dabei ideal ist, hängt vom Leistungsanspruch ab.

Im Falle von AMD ist es derzeit der AM4-Sockel. Für diesen sind derzeit sowohl etliche günstige Office-CPUs als auch High-End-Prozessoren mit bis zu 16 Kernen für Gamer und professionelle Anwender erhältlich. Intel setzt derzeit auf mehrere Sockel für Anwender. Der Standard ist der LGA 1151-Sockel. Für diesen sind ebenfalls Prozessoren unterschiedlichster Leistungsklassen erhältlich. Der LGA 1200-Sockel dagegen richtet sich derzeit an sehr anspruchsvolle Gamer. Der CPU-Sockel ist zudem eine der größten Fehlerquellen. Wer hier zu einem "alten" Sockel greift, kann seinen Computer später nicht mehr nachrüsten, ohne gleich das Mainboard mit auszutauschen.

Arbeitsspeicherbänke - Mehr geht immer

Der häufigste Punkt, der beim Mainboard-Kauf in Sachen Erweiterbarkeit bzw. Leistungsfähigkeit nach dem Sockel eine Rolle spielt, sind die Arbeitsspeicherbänke. Während für Office-Rechner zwei Speicherbänke ausreichen, solltest du für Gaming-PCs und leistungsstarke Arbeitsrechner mindestens auf vier Bänke zurückgreifen können.

Mehr RAM-Bänke benötigen lediglich Gaming-Enthusiasten und professionelle Anwender, die auf diese Leistung angewiesen sind. Zusätzliche Arbeitsspeicherbänke (auch wenn diese beim Kauf nicht voll bestückt sind) bieten dir für spätere Aufrüstung Potenzial. Wer hier spart, riskiert, dass sich der Arbeitsspeicher später nicht mehr über z. B. 32 GB erweitern lässt.

Im Hinblick auf eine lange Nutzungsdauer wäre das fatal. Interessant ist dieser Punkt aktuell aber lediglich für Gamer und professionelle Anwender. Wichtig: Bei einem Neukauf solltest du den aktuellen RAM-Standard (derzeit: DDR4) wählen. Momentan befindet sich zudem der neue DDR5-Standard in der Mache, der sich in den kommenden Jahren etablieren soll.

Die Grafiklösung - Von Onboard-Lösung bis SLI und Crossfire

Gerade für Gamer ist die Grafikkarte entscheidend. Die meisten Mainboards bieten hierzu einen sogenannten PCIe-Anschluss. Dieser reicht für den Betrieb einer Grafikkarte aus. Gaming-Enthusiasten reicht das häufig nicht. Hier empfehlen sich Mainboards mit zwei PCIe-Anschlüssen. Damit lassen sich zwei Grafikkarten im Verbund betreiben. Diese Features nennen sich SLI (Nvidia) bzw. Crossfire (AMD-Radeon). Wer dagegen einen Office-Computer oder HTPC baut, kann auf ein Mainboard mit integrierter Grafiklösung zurückgreifen. Alternativ ist auch der Kauf einer CPU mit integrierter Grafiklösung möglich.

Anschlüsse - Darf es etwas mehr sein?

Der letzte für die meisten Endanwender wichtige Punkt ist die Anzahl der Anschlüsse und Zusatzfeatures. Hier gilt die einfache Regel: Je ambitionierter deine Nutzung, desto mehr Anschlüsse sollte ein Mainboard bieten. Für die meisten Anwender reichen die Standardanschlüsse aus. Das bedeutet, dass ein Mainboard zumindest über einen HDMI-Abgang, Sound-Ein- und Ausgänge, einige USB 3.x-Aushänge sowie mindestens 4 SATA3-Anschlüsse verfügen sollte.

Letzterer dient dazu, um zusätzliche Festplatten bzw. SSD-Laufwerke anzuschließen. Ein Nice-to-Have - aber kein Muss - ist eine Aufnahme von M.2-SSD-Laufwerken. Diese sind zum Teil fünfmal schneller als herkömmliche SSDs und damit die Basis für einen enorm leistungsstarken Arbeits- oder Gaming-PC. Der klassische Office-Anwender benötigt diesen Anschluss jedoch nicht. Hinzu kommen weitere optionale Features wie integriertes WLAN oder Bluetooth. Beides ist praktisch, aber ebenfalls nicht notwendig und eher bei hochpreisigen Mainboards zu finden.

Fazit: Für jeden das richtige Board

Die Auswahl der Mainboards ist mittlerweile ebenso breit gefächert wie das Preisspektrum. Grundsätzlich ist der Preis ein exzellenter Indikator für die Leistungsklasse. Je teurer, desto mehr bietet das Board. Während günstige Boards eher auf einfache Tätigkeiten und Gelegenheitsanwender abzielen, richten sich die teureren Mainboards an Enthusiasten und professionelle Anwender. Durch einen Blick auf Faktoren wie den Sockel und die Anschlüsse, lassen sich jedoch individuelle Zwischenlösungen finden, die optimal zu deinem Preis-Leistungs-Anspruch passen.

Das Wichtigste in der Zusammenfassung

Im Artikel erwähnte Produkte

In diesem Artikel werden keine Produkte erwähnt.
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