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Das intelligente Zuhause - Das Smart Home für Einsteiger

Dennis Borchers

Das intelligente Zuhause - Das Smart Home für Einsteiger

Problem Eigenheim - Wenn die Zeit nicht mitspielt

Der Arbeitstag ist vorbei. 2 Überstunden gesammelt.

Es ist 17.30 Uhr.

Auf dem Heimweg überkommen einem die Gedanken, was nicht alles noch im Haus oder der Wohnung zu erledigen ist.

Neben den Steuern und anderem Papierkram fällt auch noch der Haushalt ins Gewicht.

Das dreckige Geschirr muss gespült, der Kühlschrank für den Einkauf gecheckt werden und das Durchsaugen des gesamten Wohnraums steht auch noch auf dem Plan. Das allein wird vermutlich wieder sehr lange dauern.

Zuhause angekommen und auf dem Weg zur Haustür fällt einem ein, dass man den Haustürschlüssel auf der Arbeit vergessen hat. Also nochmal zurück, um festzustellen, dass man ihn die ganze Zeit bei sich hatte.

Also wieder umsonst gefahren.

Wieder eine halbe Stunde weg!

Mittlerweile ist es kurz nach 18 Uhr. Es bleibt nur noch die Zeit sich etwas zu essen und die Steuern zu machen. Und dann dieses subtropische Klima. Gefühlte 30 Grad, weil die Heizung immer noch auf dem Anschlag steht. Es war schließlich sehr kalt heute Morgen.

Aber warum brennt überall noch das Licht? Das Konto wird sich bei den anstehenden Strom- und Gas-Rechnungen vermutlich nicht so sehr freuen.

Und die Probleme bleiben weiterhin bestehen: Der Kühlschrank ist leer, das Geschirr immer noch dreckig und durchgesaugt ist auch nicht.

Der erste - und richtige - Gedanke: Wie erledige ich alle diese Arbeiten, ohne es selbst tun zu müssen oder eine externe Hilfskraft zu beschäftigen?

Die Lösung - Smart Home Systeme

Nun stellt man sich vor, dass man nach Hause kommt, ohne nach dem Schlüssel für die Haustür suchen zu müssen. Zudem ist der Boden gesaugt und gewischt. Alle Lichter sind aus, außer Diejenigen, welche ich gerade über mein Smartphone angeschaltet habe. Die Heizung hat mein Wohn- und Arbeitszimmer perfekt auf 22,5 Grad vorgeheizt und fehlende Produkte hat mein Kühlschrank auch schon selbst herausgesucht. Auch läuft gerade mein Feierabendkaffee durch und die Spül- und Waschmaschine ist gleich fertig.

Das spart im Endeffekt nicht nur sehr viel Zeit, sondern auch noch Geld. Geräte nur dann benutzen, wenn es wirklich notwendig ist. Strom- und Gas-, Öl-Verbrauch für die Heizung auf ein Minimum reduziert. Ein Wunschgedanke? Keinesfalls.

Die Lösung ist ganz einfach!

Smart Home Geräte bzw. Smart Home Systeme übernehmen ab sofort diese Aufgaben.

Und dafür benötigt man gar nicht viel!

Doch was ist denn jetzt eigentlich ein Smart Home?

Die Grundidee eines Smart Home Systems beruht auf dem Gedanken, durch modernste Sensorik die Umweltzustände im Haus oder in der Nähe aufzunehmen und auf dieser Basis über mit dem Haus vernetzte Geräte bestimmte Aktionen auszuführen oder komplette Szenarien umzusetzen.

Dabei sollen in einem Smart Home Konzept wesentliche Aspekte wie die Gesundheitsversorgung, Assistenzsysteme im Alter oder auch Sicherheit sowie die Vernetzung von intelligenten Geräten und intelligenten Unterhaltungsmedien behandelt und umgesetzt werden.

Zur Verknüpfung sämtlicher Funktionen von Smart Home fähigen Geräten, Sensoren und Aktoren wird ein zentrales Steuerungselement benötigt, welches im hauseigenen Netzwerk mit dem Router des Smart Homes kommuniziert und eine Steuerung über das Intra- oder das Internet ermöglicht.

Besonders die Anbindung über das Internet ermöglicht dem Anwender eine Kontrolle und Steuerung seiner Smart Home Geräte von jedem beliebigen Ort aus.

Die Steuerung über das Internet erfolgt in der Regel durch vorinstallierte Application(s) (kurz: App(s)) auf einem beliebigen Smartphone, welches vorher mit den Komponenten oder dem Steuerungselement verbunden wurde.

Beispielhaft können so Heizungen an- oder ausgeschaltet, das Licht bedient oder Abfolgen von Anwendungen (Szenarien) ausgelöst werden.

Zusammengefasst ist das Ziel eines Smart Homes, die Flexibilität, den Komfort in allen Lebenssituationen, wie z. B. im Alltag oder auf der Arbeit, und die Mobilität zu verbessern und zu unterstützen.

Was du fürs Smart Home benötigst

  • Auf der einen Seite benötigst du einen Anschluss an das Internet. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob dies sonderlich schnell oder leistungsfähig ist. Hauptsache du kannst deine Geräte an deinen Router anschließen und über diesen mit deinem Smartphone kommunizieren. Defacto benötigst du einen Smart Home fähigen Router. Die aktuellen Fritz-Boxen (Hier Link) beinhalten eine extra hierfür vorgesehene Schnittstelle, über die du ganz einfach deine eigenen Smart Home Geräte einbinden kannst. Auch die neusten Standard-Modems der Telekom und einige TP-Link Router kommen dieser Funktion nach.
  • Je nachdem, für welche Smart Home Systeme bzw. Smart Home Geräte du dich entscheidest, haben einige Anbieter ein zentrales Steuerungselement vorgesehen. Philips setzt sein smartes Lichtsteuerungssystem im Philips Hue Gesamtsystem, welches durch die Hue Bridge gesteuert wird, um. Bosch hingegen setzt auf sein eigenes Smart Home System, dem Bosch Smart Home Controller und bietet hiermit eine Schnittstelle für viele Partnergeräte und Bosch eigenen Smart Home Systemen. Das wars schon!

Was du nun noch benötigst ist eine konkrete Vorstellung darüber, was du gerne „Smart“ machen möchtest.

Anwendungsgebiete des Smart Homes - Raumsteuerung

Am Ende dieses Artikels findest du beispielhafte Geräte, die du dir ohne Sorgen anschaffen kannst.

Wie du dir anhand der bereits genannten Problemstellung im ersten Abschnitt des Artikels denken kannst, dient ein Smart Home in der Regel dazu dir Arbeit abzunehmen und zu automatisieren.

Der persönliche Komfort steht hierbei im zentralen Vordergrund!

Zum einen bekommst du die Möglichkeit dein Licht im gesamten Haus fernzusteuern oder auf Bedarf in ein Szenario einzubauen. Auf Szenarien wird in einem späteren Kapitel eingegangen.

Für die smarte Lichtsteuerung benötigst du neben dem zentralen Steuerungselement aus Kapitel 3, wie der Hue Bridge oder dem Bosch Smart Home Controller noch die jeweiligen Leuchtmittel, die du gerne verwenden möchtest. Auf der einen Seite kommt Philips mit systemoptimierten, eigenen Glühbirnen / Leuchten um die Ecke. Es lassen sich aber auch Produkte von unbekannten Herstellern ganz einfach in das Smart Home integrieren. Hierfür kann zum Beispiel die E27 Glühbirne von Gosund verwendet werden.

Wer jedoch neben der Lichtsteuerung auch gerne alle anderen Systeme fernsteuern möchte, sollte sich das Bosch Smart Home System anschaffen. Hier werden zum Beispiel smarte Thermostate oder auch smarte Heizkörperthermostate zur Heizungssteuerung in den Vordergrund gestellt. Zum Beispiel arbeitet der namenhafte Hersteller von Heizkörpersystemen „Buderus“ in einer Kooperation mit Bosch an einer ganzheitlichen Lösung der Heizungsproblematik.

Aber auch smarte Lichtschalter, Steckdosen, Türschlösser, Alarmanlagen, Sicherheitskameras, Rollläden usw. können an das Smart Home System angeschlossen werden.

Mal abgesehen von der Raumsteuerung, was kann ein Smart Home denn nun an Aufgaben aus dem allgemeinen Haushalt abnehmen?

Anwendungsgebiete des Smart Homes - Aufgabenübernahme

Wer sich vor dem Durchsaugen oder Durchwischen sträubt oder auch gerne mal vergisst die Waschmaschine anzuschalten, findet auch hier Abhilfe.

Smart Home Roboter stehen für solche Aufgaben im Fokus.

Ein smarter Saug- und Wischroboter erledigt die ungeliebte Arbeit in wenigen Atemzügen. Wer also gerade auf der Arbeit sitzt oder dem Einkauf nachgeht, kann seinen Roboter so einstellen, dass dieser in der Zwischenzeit den gesamten Fußboden im Haus oder in der Wohnung von Schmutz und Staub befreit. Dabei erkennt das System alle Hindernisse, umfährt diese und kommt aufgrund seiner sehr kleinen Bauform oftmals an Stellen, die man selbst beim Durchsaugen nicht so einfach erreicht.

Und jetzt kommt der Knackpunkt. Wer sich nun denkt: “Ok, aber solch ein Roboter kostet sicherlich viel Geld“, wird hier spätestens hellhörig. Ein smarter Saug- und Wischroboter kostet in der Regel nicht viel mehr als ein leistungsstarker Staubsauger.

Was aber nun tun, wenn man das Smart Phone nicht gerade zur Hand hat?

Steuerung durch Sprache - der Sprachassistent hilft gerne!

Neben der Vielzahl an Geräten, welche in das Smart Home System eingebaut werden können, kann ein Sprachassistent, wie z. B. Amazons Alexa herangezogen werden. Menschen, die bereits Erfahrungen mit Alexa gemacht haben, werden sich hier vermutlich gar nicht überrascht fühlen, denn Alexa spiegelt eben genau das wider, was man sich von einem Assistenten verspricht.

Über die Alexa-Skills kann zum Beispiel der Bosch Smart Home Alexa-Skill aktiviert werden, welcher auf das zentrale Smart Home Steuerungsgerät im Heimnetz zugreift und anschließend die vielen Steuerungsbefehle zur Verfügung stellt.

Durch die einfachen Kommandos wie: “Alexa, stelle die Temperatur im Wohnzimmer auf 23 Grad“, kann ganz einfach und ohne ständig am Thermostat herumzudrehen, die gewünschte Temperatur eingestellt werden.

Auch kann z. B. das Licht über „Alexa, schalte das Licht in der Küche ein“ gesteuert werden.

Smart Home Aufgaben und -Raumsteuerung kombinieren - Szenarien einfach erklärt

Wer sich bis hierhin mit einem Smart Home zwar anfreunden kann, aber es nicht komfortabel findet immer alles selbst steuern und jeden Befehl geben zu müssen, kann durch das Einrichten eines sogenannten Szenarios viele Aufgaben und Wünsche miteinander kombinieren, ohne dass man selbst aktiv werden muss.

Wie kann man sich dies nun konkret vorstellen?

Ein Beispiel:

Du kommst nach Hause und öffnest über dein Handy die Haustür. In diesem Moment springt die Heizung an oder das Licht im Flur schaltet sich ein.

Solch eine Kombination von Ereignissen kann auch Szenario genannt werden. Entweder du verknüpfst dieses Szenario über eine vorher getätigte Funktion, wie z. B. dem Aufschließen der Tür oder du drückst einen Knopf auf deinem Smartphone der das Szenario „Heimkunft“ ausführt. Nun werden anschließend die Tür geöffnet, das Licht eingeschaltet und die Heizung wärmt das Wohnzimmer vor.

Ein anderes Szenario kann es zum Beispiel sein, dass um Punkt 17.00 Uhr, jede Woche Donnerstag meine Waschmaschine den Waschvorgang beginnt oder der Saugroboter den Saugvorgang beginnt, damit du, wenn du heimkehrst, direkt die Wäsche aufhängen kannst und einen sauberen Fußboden vorfindest.

Zeit- und Ortsunabhängig kann dein Haushalt durch deine vor eingegebenen Szenarien so ohne weiteres Zutun deine ungeliebten Aufgaben im Handumdrehen von deiner To-Do-Liste streichen.

Die meisten dieser Geräte verwenden Alex oder ich bereits in unserem Zuhause und sind damit sehr zufrieden!

Das Wichtigste in der Zusammenfassung

Ob No-Name- oder namenhafte Hersteller, wer sich hier die richtigen Produkte heraussucht, wird auch ohne viele Vorkenntnisse sein Eigenheim in ein smartes Eigenheim verwandeln können.

Zur Steuerung sämtlicher Smart Home Aktivitäten wird die Verwendung eines Smart Home fähigen Routers, einer Smart Home Zentrale sowie den jeweiligen Geräten des Wunschbereichs empfohlen.

Smart Home Systeme sind die Zukunft und werden in den kommenden Jahren an starkem Zuwachs in der privaten Verwendung finden. Sei auch du ein Pionier und zeige deinen Freunden und Bekannten, wie stark sich dein Leben mit Smart Home Produkten verbessern kann! Mir persönlich hat dies eine signifikante Zeiteinsparung und einen deutlich angestiegenen Komfortfaktor eingebracht.

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