Laptop Business 2018

Aktualisiert: 2. August 2018

Wer sich ein Business Laptop anschaffen möchte, der steht natürlich zunächst einmal vor der Problematik, die Unterschiede zu einem gewöhnlichen Consumer-Notebook zu erkennen. Beide Arten, unabhängig davon, ob es sich um ein Consumer- oder um einen Business Modell handelt, können in ihrer Form sowohl klein, groß, flach oder auch dick sein. Ebenso gibt es Laptops, die aus einer Mischung aus Notebook und Tablet bestehen oder als Desktop Ersatzgerät genutzt werden. In beiden Kategorien kommen all diese unterschiedlichen Ausführungen vor, aber woran erkennt man nun, ob es sich um ein Business- oder ein Consumer-Modell handelt? Der Trend geht wieder zu etwas kleineren Geräten mit 13 bis 15 Zoll, da sehr viel Wert auf ein geringes Gewicht gelegt wird. Auf dieser Seite wollen wir die Unterschiede etwas herausarbeiten.

Das Wichtigste in der Kurzzusammenfassung.
  • Ein Business Laptop ist sicher um einiges teurer als ein Consumer-Modell. Für diesen Mehrpreis erhält der Kunde aber auch einiges mehr. Diese Geräte zeichnen sich durch Gehäuse und verbaute Komponenten hoher Qualität aus.

  • Gerade der Business Kunde muss sich auf die Zuverlässigkeit seines Arbeitsgeräts verlassen. Hier werden vom Hersteller lange Garantiezeiten und bester technischer Support geboten, damit der Nutzer stets auf der sicheren Seite ist.

  • Auch die Datensicherheit spielt im Business eine große Rolle. Features, die in diese Richtung gehen sowie eine sehr gute Ausstattung im Hinblick auf Kommunikationsmöglichkeiten und hohe Leistungsreserven sind weitere Merkmale der Business Laptops.

Frau mit Business Laptop und Smartphone

Die Unterschiede zwischen Customer- und Business Laptop

Den ersten Unterschied finden wir in der Namensgebung der Modellreihen durch die Hersteller. Sie benennen den Laptop für Business und Customer Kunden einfach anders. Lenovo handhabt es so, dass die Business Laptops ThinkPads genannt werden, während die Laptops für die Consumer IdeaPads heißen. Auch Dell hat hier seine eigene Vorgehensweise. So heißen die Laptops für den normal Verbraucher XPS und Inspiron, während Latitude eher für Geschäftskunden vorgesehen ist. Bei Acer wiederum sind die Aspire-Geräte für normale Nutzer, während die Acer TravelMates für geschäftliche Arbeiten gedacht sind. Aber wie unsere Übersichtsseite zeigt ist der Name allein noch kein Kriterium, das einen hochwertigen Testsieger ausmacht. Wie so ein Business Laptop von Lenovo zum Beispiel ausschauen kann, zeigt das folgende YouTube Video:

YouTube Video

https://www.youtube.com/watch?v=fknubbDrSvo

Der zweite große Unterschied ist ebenfalls sehr leicht erkenntlich. Hier geht es eindeutig um die Anschaffungskosten. In der Regel lässt sich sagen, dass ein Business Modell ungefähr doppelt so viel kostet wie ein Consumer Laptop, und das, obwohl beide letztlich aus sehr ähnlichen Komponenten bestehen. Seien es die Betriebssysteme oder auch die Software. Das bedeutet allerdings nicht, dass hier der Businessnutzer einfach schamlos ausgenutzt werden soll.

Ein dritter Unterschied, der aber nicht sofort erkennbar ist, ist der, dass geschäftlich genutzte Laptops für gewöhnlich mit einer deutlich höheren Garantiezeit versehen sind und die Hersteller über ein recht umfangreiches Ersatzteillager verfügen, um während dieser recht langen Garantiezeiten auch entsprechende Reparaturen durchführen zu können. Bei einem Consumer Modell verhält es sich oft so, dass bei bestimmten Defekten gar keine Reparaturen möglich bzw. unwirtschaftlich sind. Auch sind bester technischer Support sowie zusätzlichen Sicherheit Funktionen immer eng mit einem Business Laptop verbunden. Darüber hinaus verfügen sie zusätzlich über die Möglichkeit der Fernsteuerung via Remote-Management. Diese Extras machen dann in der Folge einen Teil des höheren Anschaffungspreises aus.

Haltbarkeit von Business Laptops

Um die Haltbarkeit von Business Laptops zu gewährleisten, wird von vornherein bei der Herstellung auf ein robusteres Material eingesetzt. So lässt sich dann auch erklären, dass ein Arbeitslaptop eine härtere Handhabung vertragen kann. Um die Stabilität und die Belastbarkeit zu gewährleisten, wird häufig Aluminium oder Magnesium für die Konstruktion verwendet. Für den Consumer hingegen wird in der Regel Kunststoff verwendet, was diese Modelle sehr viel preisgünstiger macht.

Um den technischen Support zu entlasten, bieten die meisten Hersteller nur ein oder zwei Laptopmodelle für den Businesssektor an. Häufig wird mit diesen Modellen über einen Zeitraum von 3 Jahren gearbeitet. Jedes Mal, wenn ein neues Businessmodell von den Herstellern auf den Markt gebracht wird, sorgen sie dafür, dass dieses Gerät in einer Zeitspanne von 18 Monaten bis zu 5 Jahren erhältlich ist. Auf diese Weise wird für die Firmenkunden sichergestellt, dass sie ihre Laptop-Flotte problemlos aufstocken können. Bei häufigen Modellwechseln würde genau das zu Problemen führen. Daher stehen natürlich auch die Ersatzteillager für Business-Geräte deutlich besser und länger zur Verfügung. Hier muss tatsächlich berücksichtigt werden, dass sich genau diese langen Lagerhaltungskosten eben auch deutlich auf die Anschaffungskosten niederschlagen.

Die Produktionszyklen sind bei Business Geräten um einiges länger als bei Consumer Modellen. Dementsprechend hat der Nutzer hier eine deutlich bessere und längere Ersatzteilverfügbarkeit.

Business Laptop Reparatur

Auch im Falle der Reparaturbedürftigkeit haben Arbeitslaptops eindeutig die Nase vorn. Denn ein solcher Laptop lässt sich grundsätzlich sehr viel leichter reparieren. Hier finden sich keine Spezialschrauben, die ein besonders Werkzeug benötigen. Hier genügt ein gewöhnlicher Schraubenzieher. Im Vergleich dazu verfügen einige Modelle sogar nicht einmal über Schrauben, sondern werden mittels Schiebeverschlüssen zusammengehalten. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass man sehr schnell sowohl den Arbeitsspeicher, Festplatte, Wi-Fi-Adapter und natürlich auch den Akku erreichen kann.

Anschlüsse

Trotz der hohen Anschaffungspreise verzichten Business-Notebooks auf die neuesten Anschlüsse. Hier verhält es sich so, dass die Anforderungen der Businesskundschaft nicht nach solchen Anschlüssen verlangt. Darin liegt auch die ältere Technologie wie z.B. VGA, was oft noch standardmäßig in Business-Laptops vertreten ist, begründet. So ist gewährleistet, dass die Geräte mit älteren Videoprojektoren verbunden werden können. Häufig bieten Business-Notebooks zusätzlich zum WLAN auch die Option des mobilen Internets via SIM-Karte. Entweder wird diese direkt in den Laptop gesteckt oder mit Hilfe eines Adapters verbunden. Auch findet man in Business-Notebooks Smart-Card- und Express-Card-Steckplätze. Bei den Smart Cards handelt es sich um ein solides Sicherheitsfeature. Dank ihnen werden nicht autorisierte Personen davon abgehalten, den Laptop eigenmächtig zu benutzen. Dagegen handelt es sich bei Express Cards eher um Relikte der Vergangenheit. Wenn nicht immer ein WiFi-Hotspot zur Verfügung, ist ein SIM-Karten-Slot die beste und einfachste Möglichkeit, stets online zu bleiben, auch wenn man nicht im Office ist.

GPU oder Grafikkarte

Für die meisten Anwendungen, die mit einem Laptop ausgeführt werden, reicht ein integrierter Grafikprozessor durchaus aus. Surfen im Internet und das Schauen von Filmen funktioniert so problemlos. Sobald es sich aber um aufwendigere Anwendungen handelt, wird eine eigene Grafikkarte benötigt. Die GPU eines Business Laptops ist so ausgerichtet, dass sie folgende Arbeiten ermöglicht: Computer-Aided-Design (CAD), 3D-Modelling, wissenschaftliche und medizinische Bildverfahren, Content-Erstellung und einiges mehr. Zusätzlich verfügen Business-Geräte häufig über AMD FirePro Mobile Graphics oder Nvidias Quadro Mobile Workstation. Viele Consumer Laptops verfügen über HDMI-Anschlüsse. Im Vergleich dazu sind Business-Geräte eher mit einem DisplayPort ausgestattet. DisplayPort 1.2 unterstützt sogar bis zu vier Monitore in Full-HD-Auflösung gleichzeitig. Verfügt er über eine Auflösung von 2560×1600 Pixeln, so schafft der Anschluss immerhin noch zwei Displays auf einmal. Währenddessen kann jedes Display seine eigenen Audio- und Video-Streams wiedergeben.

Sicherheitsfunktionen

Um zu gewährleisten, dass die IT-Abteilung alle Laptops einer Firmenflotte per Fernzugriff verwalten können, sind Business-Laptops oft mit CPU- und BIOS-Level-Technologien wie Intels vPro DASH (Desktop and Mobile Architecture for Hardware) oder HPs SureStart ausgestattet. Dank dieser Tools ist es möglich, die Laptops per Fernwartung zu überwachen. So kann im Bedarfsfall auf sie zugriffen und deren Software repariert werden. Um eine Ferndiagnose durchzuführen, ist es häufig nicht einmal notwendig, dass der User an seinem Arbeitsplatz präsent ist. Zu häufigen ferngesteuerten Anwendungen zählen beispielsweise die Infektion durch Maleware oder fehlgeschlagene Installationen und beschädigte Dateien, die möglicherwiese dafür ursächlich sind, dass der Laptop am Starten gehindert wird.

Diebstahlschutz

Um die sensiblen Daten, die sich gerade auf Business Laptops befinden, ausreichend vor unbefugten Zugriffen zu schützen, sind die Geräte häufig mit zusätzlichen Sicherheitsfunktionen ausgestattet. So befindet sich nicht selten in der Hardware ein biometrisches Tool wie ein Fingerabdruck-Scanner. Dieser stellt sicher, dass auch nur der autorisierte Nutzer Zugriff auf die sensiblen Daten des Laptops hat. Des Weiteren verfügen Arbeitslaptops häufig über Verschlüsselungs-Tools wie ein TPM-Chip (Trusted Plattform Module) und Windows BitLocker. Sie sorgen dafür, dass für Fremde die Daten unleserlich werden, und zwar, noch während sie auf die Festplatte geschrieben werden.

Die Geschwindigkeit

Natürlich ist ein leistungsfähiger Prozessor das A und O für ein gutes Business Laptop. Dazu werden heutzutage hauptsächlich stromsparende CPUs aus Intels U-Serie verwendet. Hierbei handelt es sich meistens um die siebte Generation der Core Kaby Lake wie zum Beispiel das Lenovo Thinkpad X1 Carbon das einen Core i7- 7600U verwendet. Höhere Taktraten als ein Core i5 bietet ein Core i7. Dies gilt sowohl im Standardtakt als auch im Turbo Boost. Gerade für rechenintensive Aufgaben ist das von Vorteil. Das gilt gerade bei der Umwandlung von Video- und Audioformaten. Um ein Testsieger zu werden, muss man hier schon wirklich Leistung bringen.

Wer nicht unbedingt auf die ganze schnelle Rechenleistung angewiesen ist, kann sich durchaus den deutlichen Mehrpreis für einen Core i7 Prozessor sparen und auf Modelle mit einem Core i5 zurückgreifen. Für normale Office Anwendungen reicht das vollkommen aus.

Damit die CPU aber die volle Leistung erbringen kann, ist es unerlässlich, dass das Laptop über ein effektives Kühlsystem verfügt, denn bei zu hoher Leistungsaufnahme muss die CPU sonst ihren Takt reduzieren. In diesem Fall könnte ein leistungsfähiger Core i7 seine Schnelligkeit häufig gar nicht ausspielen. Aber auch die Betriebsgeräusche eines Notebooks können für den Nutzer von entscheidender Wichtigkeit sein. Soll das Notebook also möglichst leise sein, so sollte es mit Core m oder einem Prozessor aus der Y-Serie ausgestattet sein. Da diese CPUs sehr wenig Abwärme produzieren, ist kein Lüfter mehr notwendig. Allerdings bieten sie eine geringere Taktleistung als ein Core i5 oder Core i7, bieten aber auch eine geringere Rechenleistung. In der Summe macht das bei Office-Programmen rund fünf bis zehn Prozent, bei rechenintensiven Multimedia-Aufgaben zehn bis 15 Prozent, wie entsprechende Tests zeigen. Bei den Business Laptops sind zumeist schnelle SSD Festplatten verbaut. Hier kann man ungefähr 256 GB erwarten. Weitere Vorteile der SSD sind das geräuschlose Arbeiten und die Unempfindlichkeit gegen Stöße und Erschütterungen. Zu den Top-Business-Notebooks zählen diejenigen, die zusätzlich mit einer großen RAM-Ausstattung aufwarten. Diese bringen eine Kapazität von 16 GB mit. Wenn mit virtuellen Programmen beispielsweise zum Programmieren gearbeitet wird, ist es sinnvoll, einen Laptop mit einer solchen Kapazität zu besitzen.

Displayqualität

Ein gutes Business Laptop verfügt über einen Bildschirme mit hoher Auflösung und hervorragender Bildqualität. Durch die hohe Auflösung werden sämtliche Darstellungen scharf und dadurch augenfreundlich. Natürlich werden auch Filme und Fotos dadurch deutlich verschönert. Zudem lässt mehr Bildinhalt darstellen. So muss bei Office-Anwendungen, also bei Texten, bei Tabellen oder Webseiten deutlich weniger gescrollt werden und zudem lassen sich auch auf einem kleinen Display mehrere Programme bequem nebeneinander platzieren.

Ein weiterer Vorteil von einer hohen Displayhelligkeit und einem hohen Kontrast ist, dass selbst bei wechselnden Lichtverhältnissen das Display stets gut ablesbar bleibt. Nutzer, die häufig mit ihrem Laptop unterwegs sind, wissen diesen Vorteil zu schätzen. Noch komfortabler ist eine entspiegelte Displayoberfläche. Bis auf einige Touchscreen Modelle verfügen beinahe alle Business Laptops über solche Displays.

Welches Display für das Laptop?

Display Typ

Eigenschaften

Mattes Display

Keine Spiegelungen oder Glanz-Effekte

Lässt sich auch im Freien nutzen

Staub und Fingerabdrücke sind nicht so schnell sichtbar

Glänzendes Display

Kräftige Farben bei gutem Kontrast und exakter Schärfe

Gerade Fotos werden hier besser dargestellt

Akkulaufzeit

Weitere entscheidende Faktoren für den Kauf eines Business Laptops sind ein möglichst geringes Gewicht und gleichzeitig eine lange Akkulaufzeit. Besonders wichtig wird die Akkulaufzeit im Office, bei Meetings sowie auf Geschäftsreisen. So lässt sich dann auch verlässlich im Flugzeug oder in der Bahn weiterarbeiten. Einziges Problem ist hier, dass man sich hier zwischen einem minimalen Gewicht und einer sehr langen Akkulaufzeit entscheiden muss. Zwar verhält es sich inzwischen so, dass die Notebook-Komponenten immer sparsamer werden, aber dennoch garantiert vor allem ein großer Akku eine lange Laufzeit, dieser wiederum erhöht das Gewicht.

Ausstattung

Da die ultramobilen Notebooks gegenüber den Laptops mit 15 Zoll oder mehr ein kleineres und schmaleres Gehäuse haben, haben sie entsprechend auch weniger Anschlüsse. Um hier Abhilfe zu schaffen, wird für viele aktuelle Business-Notebooks ein Typ-C-Anschluss genutzt. Hier ist aber zu beachten, dass über diese Schnittstelle Strom, USB und Videosignale nicht immer zusammen übertragen werden können. Wer häufig von unterwegs arbeiten muss, sollte darauf achten, dass das Business Notebook über ein eingebautes LTE-Modem verfügt, so ist man dann nicht auf öffentliches WLAN angewiesen ist.

Tastatur

Eine gute Tastatur und ein ergonomisches Touchpad sind ebenfalls wichtige Bestandteile eines guten und komfortablen Business Laptops. Während man an seinem Arbeitsplatz mit einer externen Tastatur und einer Bluetooth-Maus arbeiten kann, lässt sich unterwegs alles grundsätzlich nur mit den Eingabemöglichkeiten des Laptops bearbeiten. In Tests, die von anderen Portalen durchgeführt wurden, fielen Tastaturen, die über eine Tastenbeleuchtung verfügen, besonders positiv auf. Diese Tastaturen erlauben natürlich auch ein Arbeiten im Dämmerlicht.

Verarbeitung und Design

Der erhöhte Preis von Business Notebooks basiert nicht auf den teuren Komponenten, sondern auch darauf, dass sie stabiler verarbeitet sind und weil sie aus beständigeren Materialen hergestellt wurden. Besonders positiv in den Tests fielen Laptops auf, die mit Magnesium-Legierung, Karbonfaser oder Aluminium als Gehäusematerial ausgestattet waren. Logischerweise sind diese Materialen deutlich widerstandsfähiger als Kunststoff. Damit sind Business Laptops allein durch ihr Gehäusematerial sehr viel besser vor Stürzen geschützt. Auf diese Weise werden Ausfallzeiten deutlich minimiert oder gar verhindert.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Qualitativ hochwertig ausgestattet
  • Lange Ersatzteilverfügbarkeit
  • Guter technischer Support
  • Lange Akkulaufzeiten

Nachteile

  • Höherer Anschaffungspreis
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